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Ein Betrieb 3 ter Ausbruch (13.03.18 Kamperveen )
19.03.2018


Post von: Mathias Güthe








https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Zum-dritten-Mal-Gefluegelpest-in-niederlaendischem-Entenmastbetrieb-festgestellt_article1521047594.html

und der Kommentar von E.Petras (PAKT e.V.)
Die Tatsache, dass es sich immer wieder um Nutzentenbestände, fast immer in Stallhaltung handelt, wobei Enten nicht zu den empfindlichsten Arten gehören und die weitere Tatsache, dass jener Betrieb schon zum 3. Mal betroffen ist und von Ausbrüchen bei Wildvögeln im Umkreis m. W. nichts bekannt ist, zeigt deutlich die Sinnlosigkeit der Stallpflicht auf.

Würden Wildvögel wirklich das Virus verbreiten, gäbe es massenweise tote und erkrankte Wildvögel im Umkreis, das ist aber nicht der Fall, es wurden nicht einmal asymptomiatisch infizierte Wildvögel gefunden! Wenn nun der Kot der inizierten Tiere nicht vollständig sicher entsorgt wird oder Kadaver von Aasfressern aufgenommen werden, kann es zur Infektion von Widlvögeln kommen. Die Ursache liegt aber nicht bei ihnen!

Auch in den Infektionswellen zuvor hatte es immer zuerst Fälle bei Nutzgeflügel und dann erst bei Wildvögeln gegeben, wobei wegen der oft weiten Schlachttiertransporte, die das Virus wohl verbreiteten, der Zusammenhang erst später klar wurde, wie unter anderem das Wissenschaftsforum Aviäre influenza aufdeckte (www.wai.netzwerk-phoenix.net).

Anstatt Freilandhalter und Tiere durch Stallpflicht zu schädigen (Kannibalismus, Federpicken tritt dann vermehrt auf!), sollten insbesondere die Brütereien, Vermehrungs- und (Groß)Elternhaltungsbetriebe streng kontrolliert werden. Hier gibt es oft globale Vernetzungen, Eintagsküken werden weltweit verschickt, Material und Menschen wechseln ihin und her! Bei Brütereien ist das Virus schlecht erkennbar, weil der Aufenthalt der Küken (außerhalb des Eis) dort kürzer ist als die Inkubationszeit.
Auch in Frankreich sind übrigens an ganz verschiedenen Orten ausschließlich Entenbetriebe betroffen. Ein Zufall?

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Zum-dritten-Mal-Gefluegelpest-in-niederlaendischem-Entenmastbetrieb-festgestellt_article1521047594.html

Wie das Haager Landwirtschaftsministerium mitteilte, handelt es sich vermutlich um einen hochansteckenden H5-Virustyp. Nach Angaben des Agrarressorts wurden die 29.000 Tiere auf dem betroffenen Betrieb in der westlichen Provinz Overijssel von Mitarbeitern der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) vorsorglich getötet.

Wie Landwirtschaftsministerin Carola Schouten in einem Brief an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments erklärte, sind auch die Tiere eines Masthähnchenbetriebes, der 50 m entfernt von dem Entenbetrieb ansässig ist, prophylaktisch gekeult worden. Das Geflügel eines Vermehrungsbetriebes in 500 m Entfernung sei allerdings einstweilen verschont worden, wobei das Unternehmen nun aber strenge Kontrollauflagen erfüllen müsse. In der eingerichteten Überwachungszone im Umkreis von 10 km um den Ausbruchsbetrieb dürften keine Geflügel, Eier, Geflügelmist und Einstreu transportiert werden.

Schouten zufolge wurde der Kamperveener Entenmastbetrieb seit 2014 nun bereits zum dritten Mal von der Seuche heimgesucht. Diesem Phänomen solle nun auf den Grund gegangen werden. Die nach einem Ausbruch der Geflügelgrippe auf einem rund 15 km entfernten Entenmastbetrieb in Biddinghuizen bereits im Dezember verhängte landesweite Aufstallungspflicht für alle unternehmerischen Geflügelhaltungen gelte weiterhin. Ob diese Regelung, wie ursprünglich, geplant nach dem 30. März aufgehoben werden könne, sei aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Sollte die Aufstallungspflicht tatsächlich verlängert werden, dann würde der Ressortchefin zufolge die Erlaubnis, Freilandeier trotz der Aufstallungspflicht weiterhin als solche zu vermarkten, ab dem 1. April nicht mehr greifen. Allerdings solle bis zum Dienstag kommender Woche risikobasiert untersucht werden, ob die Aufstallungspflicht regional aufgehoben werden könne, sagte Schouten.


 





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