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H5N6 Holland/GB Chronik und weitere Bewertungen
21.02.2018


Post von: Mathias Güthe





Liebe Mitstreiter, die Entwicklungen in Holland/GB ergeben erneut deutliche Hinweise auf den Unsinn der Maßnahmen der Geflügelpestschutzverordnung, der Veröffentlichungen der EFSA (die offenkundig lobbyorientiert publizieren im Auftrag der Lebensmittelindustrie) sowie des FLI die neben den Drittmitteln wohl auch die Vogelgrippestory für ihre Existenzsicherung durch den Bund benötigen. Maßgeblich haben diese gewünschten "wissenschaftlichen" :) Statements auch den ebenso offenkundig falschen EU-Durchführungsbeschluss 2017/263 produziert.

In unserer AG Vogelfrei "Cimbria" diskutieren wir die Entwicklung derzeit zum Teil noch kontrovers, daher die Zurückhaltung bei der Publikation. Wir haben aber ein Problem:

Seriösen Politikern und Veterinären fällt es bei so viel Lobbyorientierten Publikationen und Anordnungen naturgemäß schwer, eine neutrale Bewertung für Ihre Entscheidungen zu finden, daher gebe ich hier die Einschätzung von Prof. Bhakdi und Dr. Petermann(WAI) weiter. Ergänzungen und weitere Gedanken dazu leite ich gerne an die mit unserem Netzwerk verbundenen Wissenschaftler weiter dazu bitte E-Mails an m.guethe@rgzv-cimbria.de. :

Dr. Peter Petermann (ausdrücklich vorläufig wegen der noch dynamischen Entwicklung in GB):

Vorläufige Einschätzung zum Auftreten von H5N6 in Europa im Winter 2017/2018

- Stand 7.2.2018 -

 

P.Petermann für WAI

 

Anlass für dieses Papier

Im Winter 2017/2018 treten in mehreren Ländern Europas (Niederlande, England, Deutschland, Schweiz) neue hochpathogene Geflügelpest-Viren vom Subtyp H5N6 auf. Auch in Asien sind schon seit 2013/14 Viren vom Subtyp H5N6 verbreitet. Die "europäischen" H5N6 sind jedoch offenbar unabhängig von den "asiatischen" H5N6 entstanden und sind genetisch eindeutig zu unterscheiden (1, 16).

Über die Ausbrüche in den Niederlanden wird in einer aktuellen Vorabveröffentlichung berichtet (1). Inzwischen sind weitere Ausbrüche und genetische Analysen (2, 3, 4) bekannt geworden, so dass die Aussagen dieser Veröffentlichung teilweise überholt sind.

 

Aus diesem Anlass werden die wichtigsten Fakten zum Auftreten der europäischen H5N6 Viren im folgenden zusammengefasst, soweit sie über Internetressourcen zugänglich sind. Die verwendeten Quellen sind am Ende aufgelistet. Da die Auswertung kurzfristig erfolgte und die Entwicklung insbesondere in England derzeit sehr dynamisch ist, sind wahrscheinlich noch nicht alle Informationsquellen berücksichtigt und neue Erkenntnisse zu erwarten.


 

Chronik des Auftretens von H5N6 Europa

Bisher wurde das "europäische" H5N6 aus folgenden Ländern gemeldet (2): Griechenland, Süd-Korea - Japan - Taiwan, Niederlande, Schweiz, Deutschland, England und möglicherweise Iran?

 

1.    Griechenland, 6.2.2017 (Datum der offiziellen Feststellung) - ein Ausbruch in einem Geflügelbestand im Winter 2016/2017

Griechenland wurde im Winter 2016/17 von Geflügelpest nur wenig betroffen, doch waren unter den nachgewiesenen Viren neben H5N8 auch H5N5 und der erste bekannt gewordene Ausbruch des neuen europäischen H5N6. Dieses Virus wurde in einem Kleinbestand in einem Dorf in Nord-Griechenland gefunden (60 "Vögel", vermutlich Haushühner? 2). Ein Zusammenhang mit der gleichzeitigen Ausbruchsserie von H5N8 in Bulgarien erscheint möglich, doch sind von diesen Ausbrüchen bisher keine Gensequenzen veröffentlicht worden (vgl. 3). (Die bulgarischen Ausbrüche v.a. bei Hausenten wurden wahrscheinlich durch Import von Geflügel aus Ungarn ausgelöst; vgl. 5: Folie 4).

Bemerkenswert ist, dass aus der benachbarten Türkei keine Ausbrüche dieser Virentypen gemeldet wurden (2). Dies spricht gegen Wildvögel als Verbreiter, ist aber ansonsten schwer zu erklären. (Landesgrenzen sind keine Grenzen für Zugvögel, aber für Geflügelhandel).

 

2.    Süd-Korea, ab November 2017? - Auftreten im Winter 2017 / 2018, Ausmaß unklar

Nach verschiedenen Quellen (u.a. 6) tritt neben dem asiatischen H5N6 auch das europäische seit Oktober 2017 in Süd-Korea auf. Es gibt noch keine veröffentlichten Gensequenzen dazu und in den OIE-Berichten (2) werden die beiden H5N6-Varianten nicht differenziert. Deswegen ist der zeitliche Ablauf und die Verbreitung der europäischen H5N6-Viren unklar.

In der Vergangenheit wurden wiederholt Geflügelpestviren aus Asien nach Europa eingeschleppt. Eine Verbreitung in die umgekehrte Richtung ist bisher einzigartig. Auch dies ist durch Geflügelhandel erklärbar: so wie 2014 H5N8-Viren im Zusammenhang mit Geflügeltransporten aus Korea nach Europa gelangen konnten (15) ist diesmal offensichtlich ein in Europa zirkulierendes Virus nach Korea gelangt. Auch 2017 waren die Niederlande der größte Exporteur von Lebendgeflügel (v.a. Hühner- aber auch Enten-Eintagsküken) nach Süd-Korea.

Vermutlich von Korea aus wurde das "europäische" H5N6-Virus danach - ähnlich wie bei früheren Ausbrüchen von Geflügelpest in Süd-Korea - in begrenztem Ausmaß in benachbarte Länder weiterverbreitet.

 

3.    Japan, 5.-12.11.2017, Shimane - tote Park- und Wildvögel in einer Großstadt

Drei Höckerschwäne, drei Reiherenten und eine Lachmöwe wurden tot in der Stadt gefunden. "Europäische" H5N6-Viren wurde bei 2 Schwänen und einer Ente nachgewiesen. Die Stadt liegt an einer Meeresbucht. Höckerschwäne sind dort nicht heimisch, d.h. es muss sich um Parkvögel oder Zootiere handeln (z.B. 7). Reiherenten können Wintergäste sein; auch Reiherenten nehmen Fütterungen durch Menschen an. Ob dies dort der Fall ist ist nicht bekannt.

 

4.    Taiwan, 1.12.2017 - ein isolierter Fund eines toten Schwarzgesicht-Löfflers

In einem Nationalpark (Flussmündung mit Reisfeldern, durchzogen von einer Autobahn) vor den Toren der Großstadt Tainan wird ein toter Schwarzgesicht-Löffler gefunden und positiv auf H5N6 getestet. Diese seltene und stark bedrohte Löfflerart überwintert in dem Gebiet. Die Vögel wandern im September/Oktober aus Brutgebieten in Ost-China oder Nordost-Korea ein (8). Ein Kontakt zu Zugvögeln aus Europa kann daher im Brut- oder Wintergebiet nicht bestehen. Es ist denkbar, dass der Vogel kurz nach einer Infektion in Korea in das Wintergebiet gezogen ist; aufgrund des Datums Wochen nach der Zugzeit erscheint eine Infektion vor Ort wahrscheinlicher.

In Tainan gab es im letzten Winter einen Ausbruch des asiatischen H5N6 in einer Putenfarm (9); ein Zusammenhang mit dem aktuellen Fall ist nicht erkennbar.

 

5.    Niederlande, Biddinghuizen etc., 7.12.2017-20.1.2018 (ff?) - Ausbruchsserie ausgehend von einer kommerziellen Hausentenhaltung

Die H5N6- Ausbruchswelle 2017/18 in den Niederlanden beginnt wie im Winter zuvor die von H5N8 (2) in einer Entenfarm in Biddinghuizen und breitet sich in kurzer Zeit auf Wildvögel in der Umgebung und zwei kleinere, nicht kommerzielle Geflügelhaltungen in Biddinghuizen und später, nach einem Monat ohne Nachweise, bei Rotterdam aus. (Die Behauptung in 10, es habe keine sekundären Ausbrüche gegeben sind daher zweifelhaft). Im Ausbruchsbestand war offenbar schon im Winter 2016/17 ein H5N8-Ausbruch (vgl. 2!).

In der Region befindet sich in der Stadt Ermelo der Sitz eines großen Geflügelkonzerns, der auf Entenproduktion spezialisiert ist mit Verbindungen nach England und Süd-Korea.

Die betroffene Entenfarm in Biddinghuizen verfügt über 2 Ställe für je über 8.000 Hausenten. Offiziell war nur ein Stall betroffen. Angaben zu Stall 2 in den bisherigen Berichten sind vage und lassen zahlreiche Fragen offen (1, 4). Eine Beschreibung der Abläufe bei Entenmast findet sich in (11).

 

Verlauf des Ausbruchs in Biddinghuizen und Umgebung (nach 1, 2, 4):

 

09.11.2017

    Biddinghuizen: 8.000 Eintagsküken (Enten) werden eingestallt.

Datum unbekannt - vor dem 7.12.2017

    Es ist realistischerweise anzunehmen (vgl. 11), dass vor der Einstallung von Eintagsküken am 7.12.2017 Enten aus dem Betrieb ausgestallt und geschlachtet wurden. Über diese Enten geben die bisherigen Berichte überraschenderweise keinen Aufschluss. Es bleiben daher entscheidende Fragen offen:

    a) war ein Stall bis zur Einstallung der Eintagsküken am 7.12.2017 leer bzw. wann wurde dieser Stall geräumt? Können die Viren dabei in den Betrieb gelangt sein? Wo wurden die Enten ggfs. geschlachtet?

    b) wurden die geschlachteten Enten untersucht? Mit welchem Ergebnis? Wurden sie sichergestellt oder sind sie verkauft worden? Ist auszuschließen, dass diese Enten bereits infiziert waren? Warum gibt es keine Informationen darüber?

    c) Wie und wann wurde der Stall für die Aufnahme der neuen Eintagsküken vorbereitet? Können die Viren dabei in den Betrieb gelangt sein?

    d) Wurde die Brüterei untersucht, die die Eintagsküken geliefert hat? Kann eine Einschleppung der Viren in die Brüterei ausgeschlossen werden? (Es ist logischerweise ausgeschlossen, dass die Viren mit den Eintagsküken in den Bestand kamen)

30.11.2017

    Biddinghuizen: Die Enten sind jetzt 3 Wochen alt. Wie in 11 beschrieben, werden die Enten üblicherweise in diesem Alter in einen neuen Stall umgesiedelt. Das würde bedeuten, dass die Infektion kurz nach der Umstallung in Stall 1 begann, so dass hier ein Zusammenhang wahrscheinlich ist.

03.-04.12.2017

    Biddinghuizen Stall 1: Die Nahrungs- und Wasseraufnahme der Enten beginnt zu sinken

05.12.2017

    Biddinghuizen Stall 1: Die Mortalität der Enten beginnt zu steigen

07.12.2017

    Biddinghuizen Stall 1: Die Mortalität steigt exponentiell (insgesamt sterben 40 Enten bis zum Nachweis der Geflügelpest = 0,5%). Am Nachmittag werden die Behörden informiert.

    Biddinghuizen Stall 2: >8.000 Eintagsküken werden eingestallt.

[Kommentar: Beerens et al. (1) drücken dies so aus:

"One-day-old ducklings started production ... in barn 2 on December 7. ...".

Die Eintagsküken nahmen die Produktion am 7.Dezember auf - eine befremdliche Formulierung, aber wohl kaum ohne Hintersinn. Leser/-innen sollen anscheinend von der Frage abgelenkt werden, was in dem Stall vor den Eintagsküken war. Siehe oben!]

08.12.2017

    Biddinghuizen Ställe 1 & 2: alle Enten werden mit CO2 getötet. Ob die Enten aus Stall 2 beprobt wurden wird nicht mitgeteilt. Klinische Symptome wurden nicht festgestellt, aber da die Küken nur höchstens 2 Tage im Stall waren bis zur Keulung wäre das auch nicht zu erwarten.

09.12.2017

    Elburg (~5 km von Biddinghuizen): 1 Höckerschwan wird tot gefunden und H5N6-positiv beprobt. Dazwischen liegt das Veluwemeer, das als Schlafplatz der Schwäne in Frage kommt.

    Hulshorst (~10 km südlich Biddinghuizen): 6 Höckerschwäne werden tot gefunden und H5N6 positiv beprobt. In 1 und in 3 wird auch eine Reiherente erwähnt. Die Fundorte liegen in der Umgebung von Straßen, die Biddinghuizen und Ermelo / Harderwijk verbinden (vgl. 2).

14.12.2017

    Harderwijk (~15 km südwestl. Biddinghuizen): 1 Höckerschwan wird tot gefunden und H5N6-positiv beprobt. Bei Harderwijk mündet ein Kanal in das Veluwemeer, der unmittelbar an den beiden Ausbruchsbeständen in Biddinghuizen vorbeiführt (siehe unten).

15.12.2017

    Biddinghuizen, zweiter Ausbruch (~5 km vom ersten): eine Kleinhaltung mit 15 Stockenten, 5 Graugänsen, 8 Pfauen und 30 Perlhühnern. 2 Stockenten, 1 Pfau und 12 Perlhühner verenden vor dem Keulen. Beide Geflügelbestände liegen unweit eines Kanals, der in das Veluwemeer mündet.

18.12.2017

    Elburg: weitere 4 Höckerschwäne werden tot gefunden.

21.12.2017

    Ijsselmeer, de Kreupel (~50 km nördlich Biddinghuizen): je eine Lach- und Mantelmöwe werden tot gefunden und H5N6-positiv getestet. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Möwen in der Region Biddinghuizen infiziert wurden (vielleicht durch tote Höckerschwäne oder Fütterung durch Menschen?) und am Schlafplatz im Ijsselmeer verendeten.

20.01.2018

    Rhoon (bei Rotterdam, >110 km SW Biddinghuizen): Kleinbestand verschiedener Arten (im OIE-Bericht nicht näher erläutert, 2).

Die bisherigen Berichte zum Ausbruch in der kommerziellen Entenhaltung gehen nicht auf die Frage ein, ob vor Entdeckung des Ausbruchs Enten zum Schlachten abtransportiert wurden, wie es aufgrund des normalen Produktionsablaufs zu erwarten wäre. Es lässt sich also nach derzeitigem Informationsstand nicht ausschließen, dass infizierte Enten aus diesem Bestand in den Handel gelangt sind. Das könnte die isolierten Einzelnachweise bei Wildvögeln in der Schweiz, Deutschland und die Nachweise in England erklären.

 

6.    Schweiz, Bielersee, 18.12.2017 - ein isolierter Totfund eines Höckerschwans

Am Bielersee wurde ein Höckerschwan tot aufgefunden und positiv auf H5N6 beprobt. Nach einer vorläufigen Angabe der Schweizer Behörden (bzw. des FLI) soll das Virus mit dem in den Niederlanden zirkulierenden verwandt sein. Gensequenzen, an denen dies zu überprüfen wäre, sind bisher nicht veröffentlicht.

 

7.    Deutschland, Dachau, 4.1.2018 - ein isolierter Totfund einer Tafelente in Dachau

An der Amper wird in Dachau eine tote Tafelente gefunden und positiv auf H5N6 beprobt. Veröffentlichte Gensequenzen (mit kleineren Lücken, was auf Probleme bei der Analyse schließen lässt) zeigen eine nahe Verwandtschaft mit den niederländischen H5N6-Viren.

Bei einer in der Grafschaft Bentheim bereits am 18.10.2017 tot gefundenen (2, oder bei der Jagd erlegten? - widersprüchliche Berichte) Stockente wurde H5N8 isoliert. Gensequenzen wurden bisher nicht veröffentlicht. Aufgrund der räumlichen Nähe zu den niederländischen Ausbrüchen stellt sich die Frage, ob der Subtyp korrekt bestimmt wurde oder ob es sich vielleicht um H5N6 gehandelt haben könnte.

Wie bei früheren Ausbruchsserien in Europa zeigt sich, dass Nachweise von Geflügelpestviren fast immer durch zufällige Totfunde gelingen, während das mehr oder weniger systematische "aktive" Monitoring als "Frühwarnsystem" völlig versagt. Das ist auch ein starkes Indiz dafür, dass nicht eine unbemerkte Zirkulation der Viren unter Wildvögeln für die sporadischen Totfunde verantwortlich ist, sondern eher punktuelle Austräge der Viren, z.B. beim Transport infizierten Geflügels oder durch Kontakt von Parkvögeln mit Menschen (Fütterung). Dies setzt allerdings voraus, dass infiziertes Geflügel zuvor unbemerkt in den Handel gelangt ist. Es ist bekannt, dass dies in der Vergangenheit geschehen ist (12) und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dies nicht auch aktuell möglich ist.

 

8.    England, 9.1.-13.1.2018 - Ausbruchsserie in verschiedenen Parks

Am 9.1. und 13.1.2018 und erneut am 29.1.2018 wurden in öffentlichen Parks an weit auseinander liegenden Orten Englands tote Park- und Wildvögel entdeckt und positiv auf H5N6 getestet. England ist inzwischen das am stärksten von H5N6-Viren betroffene Land in Europa. Genetisch sind die englischen Viren den Viren aus dem niederländischen Ausbruch in einer Entenfarm sehr ähnlich, so dass ein direkter Zusammenhang zu vermuten ist.

Das landesweit betriebene Wildvogelmonitoring ergab dagegen bisher keine Nachweise (10). Auch die Jahreszeit (Hochwinter) zeigt, dass kein Zusammenhang mit Vogelzug besteht. (Die Mutmaßung in 10, dass der winterliche Höchststand der Rastbestände von Wasservögeln mit dem Ausbruch kausal zu tun habe ist irrelevant. Die Masse der Wintergäste ist zu diesem Zeitpunkt längst eingetroffen. Tatsächlich findet "Vogelzug" in irgendeiner Form fast zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr statt, so dass ein Verweis darauf ohnehin keinerlei Beweiskraft oder auch nur Informationswert hat.)

Das lässt vorläufig nur die Schlussfolgerung zu, dass Menschen für den Austrag der Viren in die Parkgewässer verantwortlich sind, z.B. durch Fütterungen.

Dies ist keine Überraschung wenn berücksichtigt wird, dass die niederländische Hausenten-Produktion überwiegend exportiert wird (11), wobei England eines der wichtigsten Abnehmerländer für niederländisches Geflügel ist. Beachtenswert sind hier insbesondere enge Verflechtungen in der Entenproduktion zwischen England und den Niederlanden.

 

Die (ersten) Ausbrüche im einzelnen

    Abbotsbury Swannery (Dorset), 9.1.18: Dieser Massenbestand von freifliegend gehaltenen und gefütterten Höckerschwänen (>600 Schwäne auf 1 Hektar) war schon 2007/2008 über Wochen von H5N1 betroffen (13). Auch diesmal starben mehr als 30 Höckerschwäne (15 wurden getestet), sowie eine Kanadagans und eine Tafelente.

In Pressemitteilungen legen die Behörden offenbar Wert auf die Behauptung, dass es sich um "Wildvögel" handelt ("wild birds", 10). Ein Blick auf ein Foto der Einrichtung reicht um zu erkennen, dass dies irreführend ist. Es handelt sich eher um eine Massentierhaltung mit Publikumsverkehr, wenn die Tiere auch nicht der menschlichen Ernährung dienen (Foto siehe: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16705705)

Draycote Water (Warwickshire), 9.1.18: Trinkwasser-Reservoir mit Segelclub, öffentlichem Park, Bird Hides usw.. 68 tote Vögel, v.a. Mantel- (6 getestet) und Silbermöwen (1 getestet), Reiherenten (eine oder 5, widersprüchliche Angaben) und ein Haubentaucher wurden gefunden.

    Amwell Nature Reserve (Hertfordshire), 13.1.18: 19 tote Vögel am 13.1.18, v.a. Graugänse (n=7), Reiherenten (n=5), Stock- und Hausenten (n=3) und Möwen (n=3). Der Park wurde am 18.1. für drei Tage geschlossen und dann - offenbar ohne weitere Totfunde seit 8 Tagen - wieder für Publikum geöffnet. In diesem 43 ha großen ehemaligen Kiesgrubengelände wurden schon in einem Jahr 97.000 Besucher gezählt (2009) (14).

    Von weiteren Fundorten toter, H5N6-positiver Parkvögel sind noch keine genetischen Analysen veröffentlicht (10):

    "River, near Oakham, Rutland", 29.1.18: vermutlich handelt es sich um einen Zufluss zum Trinkwasser-Reservoir Rutland. 8 tote Stockenten und ein Teichhuhn.

    Country Park bei Wakefield, 29.1.18: eine tote Reiherente.

Anfang Februar hat sich die Zahl der Parks weiter erhöht, an denen v.a. tote Schwäne gefunden werden. Insbesondere London ist betroffen, wo aktuell auch Schwäne der Queen sterben (diverse Pressemitteilungen).

    Gemeinsam ist allen Fällen, dass es sich um von Besuchern frequentierte Parks oder Gewässer handelt. Die tot aufgefundenen Vögel gehören fast immer zu Arten, die auch von Menschen gefüttert werden. Irgendein Bezug zu Vogelzug ist nicht erkennbar.

    In allen Fällen wurde der Ausbruch durch Totfunde entdeckt. Das Monitoring (Beprobungen an Wasservogelrastplätzen und von bei der Jagd erlegten Vögeln) erbrachte keine Nachweise. Ein klares Indiz, dass nicht Wildvögel die Ausbreitung verursachen, sondern Menschen.

 

9. Irland, 31.1.2018 - Isolierter Fund eines toten Seeadlers

    Ein vorjähriger Seeadler, in Irland in einem erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekt geschlüpft, ist im County Tipperary (südliches Irland) tot gefunden und positiv auf H5N6 getestet worden. Die Niederlande sind der größte Exporteur von Geflügelfleisch nach Irland.

 

10. Iran, Kaspisee, 31.1.2018 - Ausbruch von H5N6 in einem Wasservogel-Überwinterungsgebiet - Virentyp unklar?

    Am Südrand des Kaspischen Meeres tritt in einem Naturpark ein Massensterben von Schnatterenten auf (2). Von 50.000 Enten werden 1.200 tot und 100 krank aufgefunden. Bei den Vögeln wird H5N6 nachgewiesen, doch geht aus 2 nicht hervor, ob dies die europäische oder asiatische Variante ist. Bisher sind ähnliche Massensterben von H5N6 nicht bekannt.

Im Iran gab es im letzten Winter eine Ausbruchsserie von H5N8 in Geflügelfarmen, überwiegend wohl bei Legehennen, die begleitet wurde von Todesfällen bei Wildvögeln (2). Die aktuelle Situation ist unklar. Offiziell sind in diesem Winter keine weiteren H5N8-Fälle gemeldet worden. Zeitungsberichte zum Ausmaß der H5N8-Epidemie sind teilweise verwirrend, weil unklar bleibt, ob sie sich auf aktuelle oder (wahrscheinlicher) frühere Ausbrüche beziehen.

 

Eigenschaften der neuen H5N6-Viren

Die bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass sich das "neue" Virus H5N6 nicht wesentlich von seinem unmittelbaren Vorläufer, H5N8 unterscheidet (u.a. 1, 3). Wie dieses ist es im Gegensatz zu den asiatischen H5N6-Viren bisher nie bei Menschen nachgewiesen worden - wobei es allerdings auch keine konkret belegten Negativnachweise gibt; d.h., es ist aus den öffentlichen Berichten zu den Ausbrüchen nicht zu entnehmen, ob Kontaktpersonen, die sich infiziert haben könnten, tatsächlich auf Viren bzw. Antikörper untersucht wurden.

In Geflügelbeständen und bei Wildvögel sind H5N6-Viren in Europa immer durch Funde von toten Vögeln entdeckt worden. Nachweise bei gesunden Vögeln gibt es trotz Geflügel- und Wildvogelmonitoring bisher nicht. Das spricht stark dafür, dass die Geflügelpestviren tatsächlich die Auslöser der Erkrankungen und Todesfälle sind. Die Vermutung, dass Geflügelpestviren eigentlich harmlos und unauffällig allgemein verbreitet sind und nur zufällig entdeckt werden, wenn Vögel an anderen Ursachen sterben entdeckt, ist damit nicht vereinbar.

 

Herkunft und Entstehung der neuen H5N6-Viren - Genetische Analyse

Die Erbsubstanz der Geflügelpestviren besteht aus 8 separaten Gensegmenten. Diese können in verschiedenen Varianten vorliegen, von denen die Formen des HA-Gen (Haemagglutinin) und des NA-Gens (Neuraminidase) von besonderer Bedeutung für die Eigenschaften der Viren sind, insbesondere ihre Pathogenität. Zu einem Austausch von Gensegmenten kann es kommen, wenn zwei oder mehr verschiedene Viren-Subtypen gleichzeitig eine Wirtszelle infizieren.

Die Untersuchungen von Beerens et al. (1) zeigen, dass das Genom der H5N6-Viren eine neue Kombination von Gensegmenten darstellt, die sich von europäischen H5N8-Viren aus der Ausbruchssaison 2016/17 und aus älteren niedrig-pathogenen Viren ableiten lassen, die bei Geflügel oder Wildvögeln auftreten können. Ein Vergleich der Gensequenzen aller inzwischen veröffentlichten H5N6-Viren (3) zeigt jedoch, dass die Darstellung in 1 zu stark vereinfacht ist (insbesondere Figure 2).

Dabei lassen sich bei den europäischen H5N6 anhand der Kombinationen von Gensegmenten drei Gruppen unterscheiden:

a) die griechischen H5N6-Viren, deren HA direkt von deutschen H5N8-Viren im November 2016 abstammen könnte. Darin unterscheiden sie sich von den anderen beiden Gruppen. Die NA ist am ähnlichsten der von H5N6-Viren aus Japan und Taiwan. Ihr Ursprung ist jedoch unklar, da mögliche NA-Vorläufer für alle drei Gruppen seit Dezember 2014 nicht mehr gefunden wurden.

b) die japanisch-taiwanesischen H5N6, deren HA wohl (wie bei der nächsten Gruppe) von H5N8-Viren aus den Niederlanden oder England im Dezember 2016 abstammen. Auch hier könnten die H5N8-Viren tatsächlich die direkten Vorläufer sein. Sie müssen deswegen unabhängig von den griechischen H5N6-Viren entstanden sein. Die NA-Gensequenzen zeigen dagegen große Übereinstimmung mit dem griechischen NA-Gen. Die Darstellung in 1 ist insofern nicht korrekt als sie die Unterschiede zwischen den japanischen/taiwanesischen und griechischen Viren ignoriert.

c) die niederländisch-englischen H5N6-Viren. Ihr HA hat denselben Ursprung wie die japanischen/ taiwanesischen, ihre Neuraminidase ist jedoch deutlich verschieden, auch wenn der Ursprung letztlich derselbe ist. In dieser Gruppe weichen jedoch zwei Proben aus Deutschland und den Niederlanden bei einzelnen Gensegmenten ab (z.B. bei PB2).

Wie es zu einer derart komplexen Mischung von Gensegmenten von mehreren H5N8-strains mit verschiedenen niedrig-pathogenen Viren kommen konnte ist völlig unklar (wenn Laborfehler und Fehler in den Datenbanken ausgeschlossen werden).

 

Beerens et al. (1) kommen zu dem Schluss, dass die H5N6-Viren zu irgendeinem Punkt zwischen 2015-2016 entstanden sein müssen. Vergleiche der Haemagglutinin-Gene lassen aber nur den Schluss zu, dass die Entstehung der drei Gruppen von H5N6-Viren nur während der Ausbruchssaison 2016/17 möglich war. Es gibt tatsächlich nur minimale Unterschiede zwischen den HA-Gensegmenten der H5N6-Viren zu den jeweils ähnlichsten H5N8-Viren. Der erste Nachweis von H5N6 in Griechenland im Februar 2017 stützt diese Annahme und engt den Entstehungszeitpunkt ein auf die Zeit zwischen Dezember 2016 und Februar 2017.

Dies bedeutet aber auch, dass die Verbindung von H5 und N6 mehrmals unabhängig voneinander erfolgt ist. Der von Beerens et al. ermittelte Zeitpunkt bezieht sich tatsächlich auf den gemeinsamen Ursprung der H5N8-Viren, aus denen später die verschiedenen H5N6 hervorgegangen sind.

 

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Entstehung der H5N6, wie auch Beerens et al. (1) festgestellt haben, nicht im Winter 2017/18 erfolgt sein kann. Es spricht aber alles dafür, dass sie bereits während der Ausbruchssaison 2016/2017 geschehen ist. Da die H5N6-Viren aktuell dort auftauchen, wo sie möglicherweise entstanden sind (Niederlande, England), ist die naheliegendste Annahme, dass sie in der Zwischenzeit dort unbemerkt in Geflügelhaltungen zirkulierten und sich erst mit kühlerem Wetter bemerkbar machen konnten.

Das zunächst unerwartete Auftreten der europäischen H5N6-Viren in Ost-Asien unterstützt diese Hypothese insofern, als es bekanntermaßen enge Beziehungen im Geflügelhandel insbesondere zwischen Süd-Korea und Westeuropa gibt. Diese Beziehungen haben bereits in der Vergangenheit zu einer transkontinentalen Virenausbreitung geführt, wenn auch damals in Gegenrichtung, von Asien nach Europa (15).

 

Schlussfolgerungen:

1. Die Monitoring-Programme als Frühwarnsystem für Geflügelpest haben versagt - wie bei allen vorigen Geflügelpest-Ausbruchsserien. Das ist unvermeidlich, weil zentrale Einrichtungen der Geflügelwirtschaft oder Handelsrouten nicht ausreichend intensiv kontrolliert werden, aber Wasservogelrastgebiete. Die Behörden sind weder in der Lage, das Auftreten von Geflügelpest frühzeitig zu erkennen, noch die Ausbreitung wirkungsvoll zu verhindern. Nur das Beenden der einzelnen Ausbrüche funktioniert routinemäßig. Umso aggressiver schieben Behörden und von ihnen beschäftigte Wissenschaftler die Schuld auf Wildvögel, die ihrerseits tatsächlich nur als Opfer eine Rolle spielen

2. Die zunehmende Konzentration und internationale Vernetzung im Geflügelhandel, durch die Viren innerhalb von Stunden über Kontinente verbreitet werden können, stellt eine rasch zunehmende Gefahr dar für die Geflügelhaltung insgesamt, für die menschliche Gesundheit und nicht zuletzt für die Natur. Mit der Kontrolle sind die Behörden erkennbar überfordert.

3. Es ist seit langem bekannt, dass Kontrollen von Geflügelpestviren in Hausentenbeständen fehleranfällig sind und dass die Zirkulation von Viren monatelang übersehen werden kann - trotz Kontrollen. Daraus sind aber offensichtlich bisher nicht die richtigen Lehren gezogen worden.

4. Es wird weiter ignoriert, dass Totfunde von infizierten Wildvögeln ein wichtiges Indiz sind für eine unbemerkte Zirkulation von Geflügelpestviren in Geflügelbeständen bzw. ein Indiz für eine Verbreitung der Viren in Lebensmitteln. Eine zielführende epidemiologische Untersuchung findet in der Regel nicht statt.

 

Verwendete Quellen:

Die Angaben zu Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten lassen sich überprüfen anhand der UN-Handelsstatistik (https://comtrade.un.org/data), die ihrerseits auf Daten der jeweiligen Handelspartner beruhen (im Text nicht zitiert).

1 Beerens, N., Koch, G., Heutink, R., Harders, F., Vries, D.P.E., Ho, C., Bossers, A., Elbers, A. (2018): Novel Highly Pathogenic Avian Influenza A(H5N6) Virus in the Netherlands, December 2017.- EID Journal 24(4) [https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/24/4/17-2124_article]

2 http://www.oie.int/animal-health-in-the-world/update-on-avian-influenza/2017/ & http://www.oie.int/animal-health-in-the-world/update-on-avian-influenza/2018/ & http://www.oie.int/wahis_2/public/wahid.php/Reviewreport/Review?page_refer=MapFullEventReport&reportid=25384

3 http://platform.gisaid.org/epi3/frontend#481b70

4 https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/animals/docs/reg-com_ahw_20180117_hpai_nld.pdf

5 https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/animals/docs/reg-com_ahw_20170117_pres_hpai_bul.pdf

6 http://www.promedmail.org/post/5498935

7 http://maps.iucnredlist.org/map.html?id=22679839



Kommentare


dazu die Gedanken von Prof. Bhakdi
Mathias Güthe, 21.02.2018


1 Die klinische Manifestation einer Infektion ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Pathogenitätsfaktoren (krankmachenden Mechanismen) und der Wirtsantwort. Im Verlaufe der Evolution konnten schon deswegen kaum mehr als eine Handvoll sicher tödlich verlaufender Infektionen sich etablieren (ein Beispiel ist die Tollwut). Die Grippe hat sicher nie dazu gehört - ganz im Gegenteil. 2 Daß durch Mutation aus einem relativ harmlosen ein gemeingefährlicher Erreger plötzlich entstehen soll ist Gedanke, der am Fundament der Infektionslehre rüttelt. Theoretisch kann sowas nicht sein. Wenn jemand es behauptet, muß er den wissenschaftlichen Beleg dafür liefern. Hierzu gehört das Erfüllen des Koch-Postulats: der Erreger muß die gleiche - in diesem Falle schwer bis tödlich verlaufende - Erkrankung in einem validen Tierversuch verursachen. Die Verwendung von Küken aus virusfreier Haltung erfüllt den Anspruch nicht -ganz im Gegenteil! Koch wurde nicht müde zu betonen, wie wichtig die Wahl des Versuchstiers war und ist. 3 Darauf hin habe ich vor einem Jahr die Literatur durchkämmt und ohne Überraschung festgestellt, daß bei keiner Untersuchung von HPAI an ausgewachsenen Wildtieren eine außergewöhnlich hohe Sterblichkeit festgestellt werden konnte. Sogar bei gehaltenen Tieren waren die Ergebnisse eher enttäuschend für die Grippe-Fans. Die ruhmreiche Webster-Gruppe selbst haben solche Daten veröffentlicht. 4 Da es keinen Grund gibt anzunehmen, daß HPAI bedeutend weniger infektiös sind als LPAI, folgt zwingend hieraus, daß sehr viele wenn nicht gar die meisten Infektionen nicht tödlich verlaufen. Dies soll auf keinen Fall dahingehend fehlinterpretiert werden, daß sie - die Wildvögel - für die Entstehung und Ausbreitung der Viren verantwortlich sind!!! Die "neuen" Viren entstehen spontan in jeder Vogelpopulation - je dichter die Population, umso häufiger. Ihre "Virulenz" ((Grad der Pathogenität) ergibt sich in der Folge aus dem Mix mit der Empfänglichkeit (cave Massentierhaltung!). 5 Bezüglich der Nachweisbarkeit: die primäre Antikörperantwort ist bei Vögeln wie bei Säugern relativ kurz (Wochen). Weil die "neuen" Stämme jedoch von alten stammen, wird die Antikörperbildung wie bei einer abgeschwächten Booster-Immunisierung länger anhalten. Gesicherte Daten habe ich nicht gefunden, eine Dauer von mehreren Monaten wird verschiedentlich genannt. Die Nachweismethoden sind grundsätzlich in Ordnung. Es gibt keinen Grund, an der Validität der Daten von Poen et al zu zweifeln. Aus denen geht hervor, daß während der H5N8-"Ausbruchs" 2014-15 über 4% der Wildvögeln positiv waren. Bei ihnen muß von einer rezenten Infektion ausgegangen werden. 6 Zur Sinnlosigkeit des Monitorings: dies ergibt sich auch aus Poen et al. Um die passagere Antikörperantwort zu erfassen, muß man in jeder zu untersuchenden Population mindestens 100 Blutproben analysieren. Noch schlimmer ist natürlich der Virusnachweis selbst, der über nur wenige Tage positiv ist. Hier ist die Beprobung von 1% der Tiere völlig witzlos. Unsere Frage: wieviele Wildvögel gibt es denn? Und wieviel % sind in wieviel Jahren beprobt worden? Ist es nicht überfällig, dass diese nutzlose teure Spielerei gestoppt wird?

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