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Das FLI weicht Prof. Bhakdi aus!
30.11.2017


Post von: Mathias Güthe





drei Blogseiten zuvor hieß es:

Prof. Bhakdi weicht dem FLI nicht aus!

Wir haben angekündigt, dass es dieses Jahr eine Veranstaltung der FDP Fraktion geben soll, bei dem, neben einem Wissenschaftler des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza und Prof. Bhakdi, das FLI in eine öffentliche Podiumsdiskussion treten sollte.
Diese Veranstaltung ist für den 15.02.2018 geplant und soll im Landtag Schleswig-Holstein stattfinden.

Wie die FDP-Fraktion nun mitteilt, hat das FLI für den Termin nun eine Absage erteilt und mit Zeitkapazitäten begründet. Das FLI verweist darauf, dass es das Landwirtschaftsministerium hinreichend informiert hätte.

Erneut macht sich hier ein fatales, herrschaftliches Denkmuster breit. Zunächst einmal ist das FLI zwar das nationale Referenzlabor zur Feststellung der aviären Influenza, mehr aber auch nicht. Wo steht, dass sich die Ministerien allein auf die Risikoeinschätzung des Referenzlabors verlassen dürfen, wenn Sie durch Überordnung des Tierseuchenrechts über die Verfassung einen (abgewogenen oder eben nicht abgewogenen) Rechtsbruch begehen? Eine Information durch das FLI reicht da wohl kaum aus!

Es wäre an der Zeit, neben einem Institut, welches unbestritten führend in der Feststellung eines Virennachweises ist, auch andere Disiplinen zu hören. Das täte neben den Politikern, die diese Entscheidungen treffen sollen auch dem FLI gut!

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi ist einer der wenigen medizinischen Infektiologen. Er war Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Eine derartige Kompetenz ist im FLI schlicht nicht vorhanden. Ein intensiver öffentlicher Austausch mit den Veterinären, Biologen und Virologen des FLI würde den Zuhörern helfen, selber, wie es auch vom Gesetz gefordert ist, eine Risikobewertung ausgewogen vornehmen zu können. Dem FLI würde es helfen, nicht nur Viren aufdecken zu können und deren genetische Verwandschaft zu erschließen, sondern die Wirkung der Viren und der Verbreitung besser zu verstehen und damit auch erfolgreicher Strategien zur Bekämpfung zu entwickeln.

Dr. Peter Petermann, Johan Mooij und Klemens Steiof sind renommierte Ornithologen. Ihre Beteiligung an der Diskussion könnte die latente Unlogik beseitigen helfen, die sich immer wieder in den Risikoeinschätzungen des FLI finden. Ein Beispiel: Die Schwäne am Süssen See, die im August tot aufgefunden wurden und deren Todesursache nicht festgestellt wurde, hatten das Virus H5N8. Dieses Virus war verwandt mit dem zeitnah in Italien aufgetretenen Virus. Das Fi schreibt dazu, dass es sich um einen Beweis dafür handele, dass H5N8 HPAI endemisch (dauerhaft festgesetzt) in der Wildvogelpopulation sei.

Petermann, Steiof und Mooij hätten, wenn Sie denn gefragt worden wären, berichten können, dass die Schwäne zu dem Zeitpunkt mauserbedingt nicht flugfähig waren und damit gar nicht in der Lage, den Virus aus Italien zu importieren.

Bhakdi und Reiß hätten darauf hinweisen können, das ein HPAI-Virus (stark krankmachendes Virus) eben kein HPAI-Virus sein kann, wenn es endemisch in der Wildvogelpopulation vorhanden ist. Dann ist der Nachweis mit Laborküken (ohne jede Antikörper der Elterngeneration und mit untrainiertem Immunsystem) eben schlicht nicht geeignet, um HPAI zu definieren. Wäre nicht auch die Todesrate von bundesweit einer Stockente und 2 Schwänen viel zu wenig für ein endemisch vorhandenes, stark krankmachendes Virus?

Es drängt sich der Verdacht auf, dass das FLI ganz genau von den Defiziten seiner Argumentationskette weiß. Ich wage daher die Vorhersage:

DAS FLI wird sich niemals in eine öffentliche Diskussion mit den Wissenschaftlern Bhakdi, Reiß, Lorenzen, Steiof, Mooij und Petermann begeben, weil dass seine Inkompetenz beweisen würde. Bitte FLI, wiederlegt mir diese Aussage!

p.s. Dafür kann das FLI sich natürlich woanders wieder präsentieren, wo keine fachliche Gegenwehr zu erwarten ist. Man informiert halt lieber andere statt sich selber zu informieren.

 

 

 

 





Kommentare


FLI - die Spitze des Eisbergs
Andreas Höltje, 03.12.2017


Das FLI thront wie eine Eisbergspitze auf See über einem moddernden Sumpf aus Korruption! Der Sumpf versucht zu verdecken was auf dem Boden vor sich hin gärt. Massentierhaltung besser, Tierquälerei, Qualzucht, Antiobiotikamissbrauch, Grundwasserverseuchung, resistente Keime, dämliche Verbraucher, korrupte Geflügelindustrieelle und den Eisberg auf dem Sumpf muss man mit allen Mitteln versuchen rein erscheinen zu lassen, nicht dass noch jemand bemerkt er wurde aus der Sch***** des Sumpfes geboren und besteht auch nur aus eben dieser!

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