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Geflügelkot enthält Krankheiten
24.11.2017


Post von: Mathias Güthe





Ach was! Das sagen jetzt bestimmt viele, die das lesen werden. Warum es erwähnenswert ist? Weil man daran funktionierende Lobbyarbeit erkennt.

Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel. Würde er über den Ausbruch der Vogelgrippe handeln, dann würde niemals drin stehen, dass der auf Felder ausgebrachte Kot Krankheitskeime enthält. Da es hier aber um Energiegewinnung geht, steht es drin. Übrigens ein super Ansatz wie wir finden, damit wäre neben dem aus- und umstallen des Geflügels im Herbst, und der damit verbundenen Vogelgrippeverbreitung, eine weitere größere Gefahrenquelle reduziert. (Nicht gebannt, denn der Kot müsste ja noch zur Verkohlung transportiert werden).

Ein anderes gutes Beispiel ist die Afrikanische Schweinepest. Hier wird klar kommuniziert, dass die Verbreitung über die Handelsströme der Schweineproduktion kommt. Das hat andere Gründe: Zum einen gibt es keine Zugschweine als Analogie zu Zugvögeln. Zum anderen ist die Dichte in der Wildschweinpopulation nicht geeignet, eine hochpathogene Seuche zu verbreiten. Das wichtigste aber: Es gibt keine nennenswerte "Freilandschweinkonkurrenz", die man bekämpfen müsste.

Damit passiert bei der Schweinepest, das, was wir uns bei der Geflügelgrippe nur wünschen können. Es findet ohne Ablenkung ein Focus auf die wirklichen Ursachen und möglichen Bekämpfungsstrategien statt. Schilder mit Wildschweine-Schweinepest wird es wohl nicht geben.





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